Physik in 4 Dimensionen

Ein Ansatz für ein neues Paradigma


Die Physik von heute - mit Ansätzen von vielen, teilweise eingerollten Dimensionen - erinnert stark an die Epizyklen der vorgaliläischen Zeit (siehe Wikipedia: Galileo Galilei). Die Eröffnung des Galileums in Solingen ist es deshalb ein guter Anlass für einen Paradigmenwechsel.
Diese Site soll einen - zunächst noch unvollständigen - Ansatz für eine neue Denkweise in der Physik aufweisen. Dabei betrachten wir vorerst nur die Kinematik der Raumzeit.

Sollten Sie in den folgenden Ausführungen Fehler oder Ungereimtheiten finden, melden Sie diese bitte unter goesser@wtal.de.

Kinematik der Raumzeit

Dabei gehen wir von folgenden Annahmen aus:

Die Raumzeit hat 4 Richtungen, die wir mit w, x, y und z bezeichnen.
Die Lichtgeschwindigkeit c ist nicht die größte, sondern die (einzige) Geschwindigkeit.


Links:

Galileum-Solingen
Galileo Galilei

Inhalt:


Kinematik

Jeder Körper bewegt sich in der Raumzeit mit der Geschwindigkeit co =3,0 ·108 km/s. Ein im Raum ruhender Körper bewegt dabei nur in Richtung der Zeitachse (Richtung w).

1. Geradlinig gleichförmige Bewegung

Das Bewegungsgesetz für den klassisch am Ort Xo = (xo, yo, zo) zur Zeit to ruhenden Körper lautet nun X(t) = (wo+ c·(t-to), xo, yo, zo), wobei wo die Zeitkoordinate des Körpers zur Zeit to ist.
Bewegt sich ein Körper klassisch mit der Geschwindigkeit v = (vx, vy, vz), so hat er in der Raumzeit die Geschwindigkeit c = (vw, vx, vy, vz) mit |c| = co bzw. c² = vw² + vx² + vy² + vz² = co².
Die Bewegungsrichtung schließt mit der Zeitachse den Winkel α ein und es gilt sin(α) = |v|/|c|.
Beachte: Die Zeitkomponente der Geschwindigkeit beträgt vw = c·cos(α); die Eigenzeit verläuft verlangsamt mit t' = t·cos(α) (vgl. relativistische Zeitdilatation).
Klassisch gilt für die gleichförmige Bewegung X(t) = Xo + v·t = (xo, yo, zo) + (vx, vy, vz)·t = (xo + vx·t, yo + vy·t, zo + vz·t).
In der Raumzeit gilt X(t) = Xo + c·t = (wo, xo, yo, zo) + (c·cos(α), vx, vy, vz)·t = (wo + c·cos(α)·t, xo + vx·t, yo + vy·t, zo + vz·t) und vx² + vy² + vz² = co²·sin²(α).


2. Geradlinig gleichförmig beschleunigte Bewegung

Für die geradlinig gleichförmig beschleunigte Bewegung betrachten wir zuerst einen Körper, der klassisch zur Zeit to am Ort Xo = (xo, yo, zo) ruht und mit einer konstanten Beschleunigung vom Betrag a in x-Richtung beschleunigt wird.
Zur Zeit t hat er dann die Geschwindigkeit v(t) = (a·(t-to), 0, 0) und befindet sich am Ort X(t) = (xo+½·a·(t-to)², yo, zo).

In der Raumzeit befindet er sich dann zur Zeit to am Ort Xo = (wo, xo, yo, zo), bewegt sich mit der Geschwindigkeit vo = (c, 0, 0, 0) und wird mit a = (0, a, 0, 0) beschleunigt. Die x-Komponente der Geschwindigkeit ändert sich laufend, es gilt vx(t) = a·(t-to). Die Bewegungsrichtung schließt mit der Zeitachse den vom Parameter t abhängigen Winkel α(t) mit sin α(t) = |vx(t)|/c = a·(t-to)/c, sie ändert sich mit der Winkelgeschwindigkeit ω = a/c.
Zur Zeit t hat er die Geschwindigkeit v(t) = (c·cos(ω·(t-to)), c·sin(ω·(t-to)), 0, 0) und befindet sich am Ort X(t) = (wo + c·(t-to) - c/ω·sin(ω·(t-to)), xo + c/ω·cos(ω·(t-to)), yo, zo).

Betrachten wir nun einen Körper, der sich klassisch zur Zeit to am Ort Xo =(xo, yo zo) befindet, sich mit der Geschwindigkeit vo = (vxo, vyo, vzo) bewegt  und mit einer konstanten Beschleunigung vom Betrag a in x-Richtung beschleunigt wird.
Zur Zeit t hat er dann die Geschwindigkeit v(t) = (vxo + a·(t-to), vyo, vzo) und befindet sich am Ort X(t) = (xo + vxo·(t-to) +½·a·(t-to)², yo + vyo·(t-to), zo + vzo·(t-to) ).

In der Raumzeit befindet er sich zur Zeit to am Ort Xo = (wo, xo, yo, zo), bewegt sich mit der Geschwindigkeit vo = (c, vxo, vyo, vzo) und wird mit a = (0, a, 0, 0) beschleunigt.
Zur Zeit t hat er die Geschwindigkeit v(t) = (c·cos(ω·(t-to)), vxo + c·sin(ω·(t-to)), vyo, vzo) und befindet sich am Ort X(t) = (wo + c·(t-to) - c/ω·sin(ω·(t-to)), xo + vx·(t-to) + c/ω·cos(ω·(t-to)), yo + vy·(t-to), zo + vz·(t-to)).

Die gleichförmige Beschleunigung - gleichgültig ob in oder senkrecht zur Bewegungsrichtung - führt in der Raumzeit zu einer Kreis- bzw. Spiralbewegung mit Radius r = c/ω = c²/a. Da sich der Winkel zwischen Beschleunigung a und Bewegungsrichtung v laufend (mit ω = a/c) ändert, ist die klassisch gleichförmige Beschleunigung in der Raumzeit (streng genommen) nicht gleichförmig.

Die in der Raumzeit gleichförmige Beschleunigung und die Beschleunigung in Bewegungs- bzw. Zeitrichtung wird hier nicht betrachtet. Eine Beschleunigung in der Bewegungsrichtung in der Raumzeit ist nicht möglich; sie würde die Geschwindigkeit auf v > co beschleunigen.

3. Kreisbewegung

Bei der klassischen Kreisbewegung wirkt auf einen sich mit der Geschwindigkeit v bewegenden Punkt eine betraglich konstante Beschleunigung a stets senkrecht zur Bewegungsrichtung - die Bewegungsrichtung und die Richtung der Beschleunigung ändern sich laufend mit der Winkelgeschwindigkeit ω = a/v. Der Kreisbahnradius beträgt dabei r = v²/a.
Die Beschleunigung a zeigt dabei stets zum Bahnmittelpunkt. Es gilt a ⊥ v, r ⊥ v und a ∥ r.
In der Raumzeit bewegt sich dabei der Mittelpunkt mit annähernd Lichtgeschwindigkeit vw ≈ co in Zeitrichtung. Exakt gilt vw = co²-v² \sqrt{c²-v²}aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa.

Wir betrachten nun einen Punkt, der sich klassisch zur Zeit to am Ort Xo = (xo, yo, zo) befindet, sich in x-Richtung mit der Geschwindigkeit vo = (v, 0, 0) bewegt und in y-Richtung mit ao = (0, -a, 0) beschleunigt wird.
Zur Zeit t befindet er sich dann am Ort X(t) = (xo, yo, zo) + r·(sin(ω·(t-to)), cos(ω·(t-to)) -1, 0), hat die Geschwindigkeit v(t) = v·(cos(ω·(t-to)), -sin(ω·(t-to)), 0) und auf ihn wirkt die Beschleunigung a = -a·(sin(ω·(t-to)), cos(ω·(t-to)), 0), wobei r = v²/a und ω = a/v gilt. Der Kreismittelpunkt liegt bei M = (xo, yo-r, zo).
In der Raumzeit befindet er sich zur Zeit to am Ort Xo = (wo, xo, yo, zo), bewegt sich mit der Geschwindigkeit vo = (vw, v, 0, 0) und wird mit ao = (0, 0, -a, 0) beschleunigt. Hierbei ist vw = co²-v² .
Zur Zeit t befindet er sich dann am Ort X(t) = (wo ,xo, yo, zo) + (vw·(t-to), 0, 0, 0) + r·(0, sin(ω·(t-to)), cos(ω·(t-to)) -1, 0), hat die Geschwindigkeit v(t) = (vw, v·cos(ω·(t-to)), -v·sin(ω·(t-to)), 0) und auf ihn wirkt die Beschleunigung a = -a·(sin(ω·(t-to)), cos(ω·(t-to)), 0), wobei r = v²/a und ω = a/v gilt. Der Kreis wird zu einer Spirale und der "Mittelpunkt" liegt bei M = (wo + vw·(t-to), xo, yo-r, zo).


Sollten Sie in den obigen Ausführungen Fehler oder Ungereimtheiten finden, melden Sie mir diese bitte unter wolfgang@goesser.net.

Autor  :  Wolfgang Gösser, (Galileum Solingen), Walter-Horn-Weg 1, 42697 Solingen. 
Kontakt: wolfgang@goesser.net.
Stand : 09.12.2025